How I Met Your Dad

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How I Met Your Dad

Kinder, im Jahr 2017 planten meine Freunde, mit denen ich eine Apartment in New York City bewohnte, eine Intervention.

Worum es dabei ging, dazu später mehr.

Es war das Jahr 2017 und ich befand mich auf dem Oceanic Flug 815 von Sidney nach Los Angeles um ein Crystal Meth Labor zu gründen. Kinder, wie ihr wisst bin ich ausgebildete Schauspielerin, aber bis ich endlich groß rauskommen würde arbeitete ich eben in einer Cheesecake Factory. Leider reichte mir langsam aber sicher das Geld nicht mehr aus. New York City ist ein teures Pflaster. Und um für Gossip Girl interessant zu bleiben musste ich ganz schön etwas aufwenden.

Während ich mich zurücklehnte und aus dem Fenster des Flugzeugs blickte hörte ich, wie immer in letzter Zeit, das Lied von Eis und Feuer. Unwillkürlich musste ich an meinen guten Freund John Snow denken. Ich würde ihn nach meiner Landung in LA anrufen. Er machte gerade eine harte Zeit durch. Vor kurzem war sein Vater enthauptet worden und dann stand auch noch der Winter bevor. Wir hatten ihm ja alle davon abgeraten zur Nachtwache zu gehen, aber er hatte einfach nicht auf uns hören wollen. Intriegen und Wildlinge waren da wirklich noch das kleinste Übel. Über den Lautsprecher ertönte die Stimme des Kapitäns: „Ladies and Gentlemen, vor uns ist ein heftiger Sturm, und ich meine nicht einen der Liebe“, scherzte er, dann begann das Flugzeug heftig zu ruckeln. Das Ruckeln wurde immer stärker und stärker.

Mit einem lauten Knall zerbarst es in zwei Teile und stürzte zu Boden. Während die Menschen um mich herum schrien, zog mein Leben an mir vorbei. „Gürkchen“, hörte ich von fern meine Mutter schreien…Ich sah mich wie ich mit ihr vor unserem neuen Haus stand. Sie hatte sich in einen neuen Mann verliebt, ein Türke, der selbst zwei Kinder mit in die Ehe brachte. Ich hätte mich ja sofort in seinen attraktiven Sohn verliebt, aber dieser beschloss dann Lehrer zu werden und kam damit ganz groß raus, sodass er seine Festanstellung gleich auf zwei weitere Filme erweiterte. Ich sah, wie ich in meiner Anfangszeit in LA – Kinder das war bevor ich nach New York zog – mit meiner besten Freundin selbst gemachte Cupcakes verkaufte…und während ich all dies sah, während mein gesamtes Leben an mir vorbei zog, beschäftigte mich nur eine Frage: Wer zum Teufel ist bloß „A“…

Der Rauch, der vor sich hin schmorenden Flugzeugteile, waberte über den Strand. Ich war mir nicht sicher, ob ich tot war oder lebte, denn da vor mir im Sand standen ein Zwerg und ein Riese und unterhielten sich, während ein weißes Einhorn mich sanft mit seinem Horn antippte und nach essen bettelte. Ein sanftes wispern lag in der Luft und mir wurde klar die Eulen waren definitiv nicht was sie schienen.

Gerade noch nahm ich verschwommen wahr, dass zwei Gestalten auf mich zukamen, dann schwanden mir die Sinne.

I want to belive…“, drangen die magischen Worte an mein Ohr. „Bist du dir sicher Mulder?“ Scullys Stimme klang skeptisch. „Ich denke nicht das Außerirdische damit zu tun haben könnten. Das einzige, das ich sicher weiß ist, dass du die wandelnden Toten fürchten solltest. Jeder Depp weiß, dass auf dieser Insel ein Zombievirus ausgebrochen ist. Und wir sind die letzten 100 Überlebenden.“

Mir wurde schlecht. Es ging mir gar nicht gut. Die letzten 100 Überlebenden und weit und breit kein McDreamy, der mich retten konnte. Wäre doch wenigstens Dr. House anwesend gewesen, ich war mir mittlerweile ziemlich sicher, an Lupus erkrankt zu sein. Ich war mir sicher, ich würde das hier nicht überleben. Vielleicht würden irgendwann in Jahren meine menschlichen Überreste gefunden werden und die Knochenjäger würden anhand meiner Bones herausfinden was mit mir geschehen war. Vielleicht war es an der Zeit meinen guten Freund Patrick Jane anzurufen. Aber Kinder, im Jahr 2017 war Red John noch am Leben und somit hatte mein guter Freund Patrick anderes zu tun, als meinen noch nicht eingetretenen Tod aufzuklären. In diesem Moment hörte ich die wundervollen Klänge der ratternden Motorenblätter des Hubschraubers der Bergwacht. Noch nie hatte etwas so wundervoll in meinen Ohren geklungen. Innerlich hatte ich schon aufgegeben, schließlich waren die Zauberhaften Hexen schon seid 2006 nicht mehr aktiv. Wer hätte mich sonst noch retten können? Bibbi und Tina auf Amadeus und Sabrina wohl kaum. Und das sage ich ganz ehrlich, in aller Freundschaft.

Der Hubschrauber landete und während sich die tapferen Männer von Chicago Fire daran machten das Flugzeugwrack zu löschen, befragten uns die Männer von Hawaii Five-0, wie es zu dem Absturz überhaupt hatte kommen können.

Wisst ihr Kinder, in jedem Leben gibt es Gute Zeiten, Schlechte Zeiten. Das Leben ist nun mal nicht Bonanza und auch nicht die Schwarzwald Klinik.

Später als ich mit Alan Shaw, wie jeden Abend, auf unserer Dachterrasse saß und einen Whiskey trank, dachte ich darüber nach, wie viel Glück ich doch gehabt hatte. Während ich Lassie sanft über den Kopf streichelte fiel mir auf, dass ich immer noch den roten Badeanzug trug, den mir die Jungs von der Baywatch gegeben hatten, damit ich mir etwas Trockenes überziehen konnte. In diesem Moment, in dem ich da saß, an meiner Zigarre zog und Whiskey schlürfte, wurde mir klar was ich alles noch tun wollte in meinem Leben. Ich wollte mit meinen Freunden im Central Perk sitzen, ich wollte ein Royal werden, ich wollte zur Dance Academy gehen, vielleicht mal endlich Shameless sein… Ich hatte so viel vor …

Und dann Kinder, dann passierte es: Barnie, Ross, Alan, Patrick, Gregory, Ted, Sheldon, John, Serena, Monica, Piper, Blair, Jack, Phoebe, Chandler, Chuck, sie alle sprachen zu mir. Alle meine Freunde kamen zu mir zu einer großen Intervention. Und Kinder ich sage euch sie intervenierten heftigst. Sie schickten mich raus in die Welt… Sie kündigten Netflix. Sie kündigten Amazon Prime und schickten mich ins Mac Laren´s. Und das Kinder, das ist die Geschichte How I Finaly Met Your Dad.

Anna Louise Buchloh

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