Familien

Engel

Familien

Wir alle kennen diese seit jeher bestehende Institution und egal wie sehr wir es versuchen zu leugnen, wir kommen alle aus einer.

Familien: Das sind diese Banden, die in grauer Vorzeit durch die Lande streiften.

Während der Mann draußen sammelte und jägerte, saßen die Frauen zuhause in der heimischen Hölle – pardon vertippt – Höhle und passten auf Kind, Kegel und Feuer auf.

Damals handelte es sich zumeist noch um mehrere Frauen, so genau nahm man es noch nicht, handelte es sich mehr um eine Notwendigkeit, sollte eine der Frauen einmal auf der Strecke bleiben… oder von einem Steinzeitlöwen gefressen werden. In Ermangelung von Löwen ist es für einen Mann heutzutage in der westlichen Hemisphäre  eher unüblich sich offizielle mehr als eine Frau zu halten… Den Meisten ist es auch schlicht einfach zu teuer. Früher war alles besser…Wenn man in der Steinzeit laute Schreie am Höhleneingang gehört hat, lag das eher selten daran, dass ein Paket von Zalando gekommen war.

Heutzutage bricht man sicherheitshalber schnell in entrüstetes Stöhnen aus, wenn man hört, dass ein Mann mehr als eine… sie wissen schon (an dieser Stelle bitte wissend mit dem Kopf nicken und die Augen verdrehen). Aber sind wir mal ganz ehrlich: In Wahrheit sind es die Frauen, die diese Männer beneiden, die Herren der Schöpfung fragen sich eher, wie der arme Zeitgenosse mit mehr als einer Frau noch dazu kommt in Ruhe ein Bier zu zischen und Ps4 zu zocken. Eine Frau gibt irgendwann auf, aber zwei oder gar drei die bringen einen Mann dazu endlich mal den Rasen zu mähen oder die Glühbirne im Bad zu tauschen. Wenn man länger drüber nachdenkt wäre einem so eine Frau mehr im Haushalt wahrscheinlich gar nicht so unlieb, abwechselnd den Abwasch machen, man kann sich mal in Ruhe die Nägel lackieren weil die andere den kleinen Jason Damon zum Fußball fährt und Clara Silvia vom Ballett abholt. Gemeinsame Jogastunden und zum Topmodell-Schauen wär auch immer jemand da…

Vielleicht wäre das der Beginn wirklicher Demokratie in der Familie. Heutzutage ist eine Familie im besten Falle eine parlamentarische, konstitutionelle Monarchie, die den Hang zur Diktatur aufweist. Die Machtübernahme der Kinder ist in den letzten Jahren gut vorrangeschritten, immerhin sind die Kinder der alten 68er mittlerweile selber Eltern. Ein kurzer Pfad von Anarchie zur Diktatur.

Aber welche Regierungsform auch immer das Prinzip Familie bestimmt, so ändert sich das System nicht wirklich.  In den vergangenen Jahrhunderten herrschte der Mann als Patriarch über Frau, Kinder und Dienstmägde und Köchinnen. Was einfach nur bedeutete, dass er offiziell nicht mehr über mehrere Frauen verfügte. Heutzutage wird die zweite Frau einfach aus dem heimischen Sektor ausgegliedert, ins Büro und nennt sich Sekretärin. Im Sinne der Gelichberechtigung der Geschlechter wollen wir den Fitnesstrainer an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Was für die Männer gilt, gilt natürlich auch für Frauen. Wir können nicht nur dieselben Jobs machen wie die Männer, wir können selbstverständlich auch mehrere Männer haben.  Die übrigens auch den Haushalt machen. Heutzutage ist das ja nicht mehr so streng. Ich selbst habe heute Morgen ein Auto repariert. Zugegeben ich stand mehr dabei und habe das Werkzeug angereicht. Aber ganz ehrlich das war so ein erhebendes Gefühl, dafür hat es sich gelohnt das Strickzeug für zwei Minuten aus der Hand zu legen.

Mal ganz ehrlich halten wir nicht zu stark an alten Mustern und Prinzipien fest?  Das moderne Familienbild hat sich grundlegend geändert. Früher tat man allen noch leid wenn sich die Eltern haben scheiden lassen, heute erntet man auf dem Schulhof Mitleid wenn die Eltern noch zusammen sind. Die Moderne Familie von heute besteht aus: Mann, drittes Mal geschieden mit vierter Frau, erstes Mal geschieden. Zusammen haben sie zwischen sieben und vierzehn Kinder das hängt davon ab ob seine Ex am Wochenende die Kinder ihres zweiten Mannes auch noch mitbringt wenn sie die Kinder aus erster, zweiter und dritter Ehe vorbeibringt. Generell vor Ort sind die Kinder von ihr, eines aus Teenagerjahren, zwei aus erster Ehe und dann ist da natürlich noch eines Unterwegs, weil ein Kind in den Vierzigern erst die richtige Erfüllung bringt. Das ist aber alles kein Problem die moderne Frau von heute ist dem allem locker gewachsen. Sie erzieht und ernährt ihre Kinder, da sie während her Vollzeit arbeitet und sich unermüdlich fortbildet. Sie passt sich dem Markt an. Sie kennt keine Müdigkeit während die Männer anfangen ihre weiche Seite kennen zu lernen. Nicht nur die Frau passt sich an. Die Männer lernen, dass es gut ist seinen Körper zu hegen und zu pflegen, denn nun müssen sie weicher werden. Nivea for Men benutzen. Sie können ihre müden Augen wegcremen, während sie in Elternzeit sind. Männerzeitschriften sprießen aus dem Boden. Und warum das Ganze? Die Cosmopolitan rät Frauen neuen Wind in die Beziehung zu bringen, indem sie fremd gehen. Sie sollen raus gehen, Sex habe…

Wie sollen denn die armen Männer jetzt plötzlich damit umgehen auf das Reservesofa abgeschoben zu werden. Dafür gibt es jetzt Männerzeitungen die sie lesen können, während sie sich eine Männermaske auflegen, ihre pedikürten Füße hochlegen, das Baby stillen, einen fettfreien Protein-Eiweiß-Shake trinken, damit sie einen glatten After-Baby-Body bekommen und alte Arnold Schwarzenegger Filme schauen.

Anna Louise Buchloh

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