Ekstase

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Ekstase

Eigentlich dachte er gar nicht daran. Genau genommen dachte er an gar nichts. Er lag einfach nur in der Sonne und hatte alle viere von sich gestreckt. Er entspannte. Im Prinzip könnte er das den ganzen Tag machen. Meistens Tat er das auch. Jedenfalls dachte er kein bisschen daran und hatte so gesehen auch gar keine Lust. Schließlich hatte er es ja vor kurzem erst gemacht. Doch dann kam sie. Kam einfach so zu ihm und zeigte sie ihm. Keine Vorwarnung, keine kurze Anmerkung, einfach so stand sie da. Sie war perfekt in seinen Augen. Spätestens jetzt konnte er nicht anders als daran zu denken. Bei diesem Anblick blieb ihm ja gar nichts anderes übrig. Aber darauf ließ sie es nicht beruhen, schließlich hatte sie ihn noch nicht überzeugt.

Also bewegte sie sich herausfordernd vor ihm und lachte neckisch. Offensichtlich wollte sie ein wenig Spaß mit ihm haben. Und jetzt wollte er es auch. Sie hatte seine Leidenschaft geweckt. Auch wenn er noch müde war wusste er es würde sich lohnen. Er raffte sich auf und kam auf sie zu. Er bewegte sich ganz ruhig und cool. Er wollte noch nicht zeigen wie sehr er es wollte. Noch nicht. Sie ließ ihn auch nicht einfach so gewähren sondern forderte ihn heraus darum zu „kämpfen“. Nun hatte sie ihn. Sein Schwanz zuckte wild. Er konnte es nicht mehr zurückhalten. Er hatte nur noch Auge für sie. Adrenalin schoss durch seine Venen. Dann endlich holte sie aus und schleuderte es von sich. Er rannte, rannte mit aller Kraft die er hatte und er wusste er würde es schaffen. Er hatte genug Zeit, und noch war sie über ihm, aber sie würde runter kommen und dann gehörte sie ihm. Natürlich schaffte er es. Ein Kinderspiel für jemanden wie ihn. Er schleuderte sie ein, zwei Mal durch die Luft, ein spielerischer Siegeszug den er gern demonstrierte. Dann trabte er gemütlich zurück. Sie würden es noch mal tun. Wieder und wieder. Bis einer nicht mehr konnte. Meist war sie das. Dann würde er sich wieder hinlegen und sie würde gehen. Erschöpft. Und die „Frisbee“, wie sie sie nennt, würde erst mal keine Rolle mehr spielen.

Alexander Buchloh

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