Sonntags Viertel nach Acht in Deutschland

Hund

Sonntags Viertel nach Acht in Deutschland

Jegliche Ähnlichkeiten zu Ihnen selbst oder sonstigen anderen lebenden oder toten Personen, Gegenständen, Bäumen und anderen Dingen sind Rheiner Zufall und haben nichts mit den Illuminaten zu tun, sie spiegeln lediglich die Meinung der Autoren.

Vorlesen auf Bohrinseln und in Schulbussen erwünscht.

Menschen sind so eine seltsame Spezies. Statt entspannt auf dem Boden zu liegen und sich die Eier zu lecken, fangen sie jeden Abend erneut die Diskussion um das Fernsehprogramm an. Mich fragt dabei natürlich keiner. Ich lebe jetzt seit fünf Jahren bei Familie Müller-Schmidt im Lavendelweg 9 und es gab noch nicht einen Sonntagabend ohne eine langatmige Debatte über die Auswahl des Filmes. Sie Fragen sich wer ich bin? Entschuldigung, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Ich bin der Herr des Hauses. Mein Name ist Chap, wobei meine Besitzer meistens „Fellnase“, „Schnuckipups“ oder auch „Lassdas“ bevorzugen. Wo das Problem liegt? Na auf dem Sofa, in zweifacher Ausführung. Sie möchte einfach immer Liebesschnulzen sehen, bei ihm muss dabei was in die Luft fliegen. Aber lustig, lustig wollen sie immer beide, nur dass sie dabei ganz verschiedene Ansichten davon haben, was lustig ist.

Liebe Filmprdouzenten, ich weiß ja, dass man mit lustigen Filmen selten Oscars verdient, zumal dafür meistens keiner der Schauspieler dramatische 20 Kilo abnimmt, aber mal ehrlich, es macht einfach viel mehr Spaß Herrchen und Frauchen lachend zu sehen.

Lieber Universal-Mann, lieber Warner-Bruder, ich sehe mich gezwungen mich dieser Problematik selbst anzunehmen und schicke Ihnen hiermit meinen Vorschlag für den perfekten Sonntag-Abend-Pärchen-Film:

Die junge attraktive Ärztin Kathy ist verzweifelt. Sie findet einfach keinen Mann. Bis sie eines Tages auf den jungen gutaussehenden knoblauchallergiker Edward trifft, der bei ihrem ersten Date anfängt in der Sonne zu glitzern. Es scheint Liebe auf den ersten Blick zu sein, doch Eddi verbirgt ein dunkles Geheimnis. Je länger die beiden sich kennen, desto tiefer führt der junge Milliardär Kathy in die verborgenen Abgründe des Sadomaso ein. Als Kathy kurz darauf entführt wird, beschließt ihr Vater, ein ehemaliger MI6 Agent mit der Lizenz zu töten, auf Rache um seine Tochter zu befreien. Allerdings hat er dafür nur 96 Minuten. Unterstützt wird er bei der Befreiung seiner Tochter von Eddis Arbeitskollegen, einem rießigen grünen Muskelpaket und einem langhaarigen blonden Mann mit Hammer. Als sie jedoch herausfinden, dass der Entführer kein geringerer ist als der Terminator, müssen sie mit Hilfe eines jungen Archäologen die längst vergessene Mumie ausgraben. Diese schafft es Paris in wenigen Stunden in Schutt und Asche zu legen und Kathy zu befreien. Als dann auch noch ein von Aliens programmierter Tsunami droht die Welt zu zerstören, beschliessen Kathy und Eddi einfach zu heiraten und ein Kind zu bekommen. Kathy wird natürlich beim ersten Mal schwanger. Glücklich leben die drei mit Hilfe einer zauberhaften Nanny auf einer kleinen Ranch. Alles scheint ein gutes Ende zu nehmen bis eines Tages eine kleine Puppe auf einem Dreirad vorbeikommt, die sagt sie möchte ein Spiel spielen.

Lieber 20th-Zenturi-Fuchs, wie sie sehen bietet dieses Material Potential für 10-15 Fortsetzungen. Ein Cliffhanger als Hilfe wäre das Auftauchen eines betrunkenen Piraten auf Kathys Farm im Abspann. Über die Besetzung müssen sie sich keine Sorgen machen, ich denke Katherine Heigel ist scharf auf die Rolle der Kathy und Taylor Lautner schreit förmlich nach der Rolle des Edward. Als die niemals lächelnde Schwester von Kathy könnte man Kristen Stewart in Betracht ziehen. Die restlichen Rollen sollten sich von alleine erklären. Lediglich bei der Rolle der Mumie lasse ich nicht mit mir verhandeln, da ich weiß wie dringend Nicolas Cage Geld braucht.

Lieber Babelsberg, ganz ruhig, ich habe sie natürlich nicht vergessen. Was halten sie davon, die Ferres nach Afrika zu schicken, wo sie nach ihrem im Zweiten Weltkrieg verschollenen Vater Bruno Ganz sucht. Unterwegs verliebt sie sich in den taubstummen Till, der bald an die Himmelspforten klopfen wird und barfuß unbeohrte Hasen für afrikanische Kinder näht. Veronikas Mutter Senta Berger macht indessen eine Reise nach Schweden, wo sie auf die Zwillinge Schweighöfer und Bendzko trifft, die ihr helfen einen brutalen Neonazi-Mord in den Schären aufzuklären. Und irgendwie muss da für die Frauen natürlich noch Elyas M’Barek eine Rolle spielen. Und irgendwie ja auch der Fitz. Nur bringen sie den Film nicht Sonntags, denn gegen Tatort haben sie sowieso keine Chance.

Ich würde das Ganze ja noch weiter ausführen, aber ich glaube Herrchen und Frauchen haben einen Film gefunden den sie schauen möchten. Oh nein, es ist ein Horrorfilm: „In China essen sie Hunde“.

Anna Louise & Alexander Buchloh

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