Ungelebte Spieleabende

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Gott und Sohn spielen Monopoly

Eigentlich sollte der Heilige Geist auch mitspielen – er kann aber die Würfel nicht anfassen. Er ist daraufhin beleidigt und setzt sich auf das Spielfeld. Ist nicht weiter schlimm, da er dadurch ja keinen behindert und man ihn sowieso nicht sehen kann.

Gott bittet Jesus noch kurz die Wassergläser in Wein zu verwandel und dann beginnt das Spiel. Gott würfelt eine Sieben. War ja klar.

Gott: Ne, Die Scheune in Nazareth kauf ich nicht! Das lohnt sich nicht!

Jesus würfelt. Drei. Gemeinschaftskarte: Es ist der Tag des Abendmahls – Teile dein Brot mit deinen Mitspielern.

Jesus: Och nöö. Naja immerhin muss ich dir nicht die Füße waschen.

Gott ist am Zug.

Gott: Oh das Christentum. Das kauf ich. Allein ist es zwar nicht viel wert, aber wenn man alle vier Weltreligionen hat, dann lohnt sich das.

Jesus würfelt. Ereignisfeld: Sie haben frühzeitig ihr Grab verlassen. Zahlen sie fünf Brotkörbe Strafe.

Gott landet ebenfalls auf dem Ereignisfeld: Sie haben in sechs Tagen die Welt erschaffen, gönnen Sie sich einen Tag Ruhe und gehen Sie auf Los. Er stellt seine bärtige Spielfigur auf Los und erhält zwei Brotkörbe.

Jesus: Warum bekommst eigentlich immer du die guten Karten.

Der Heilige Geist: Gottes Wege sind unergründlich.

Jesus würfelt einen Pasch. Er kauft den Tempelberg. Der zweite Zug führt ihn ins vermeintliche Paradies.

Gott: Oh du bist auf meinem Garten Eden gelandet. Mit drei Apfelbäumen, mal sehn, das macht 12,5 Brotkörbe bitte.

Jesus: 12,5 Brotkörbe? Du bist ja noch gieriger als die Römer.

Gott: Junge bedenke das 12. Gebot. Du sollst kein schlechter Verlierer sein.

Jesus: Wie 12. Gebot? Ich dachte es waren zehn?

Gott: Nein es waren 15. Moses ist eine Tafel runter gefallen.

Jesus zahlt mürrisch seinen Sold und dann geht das Spiel weiter.

Gott kauft die Arche und hofft insgeheim die Tiere und die Sintflut auch noch zu bekommen.

Jesus würfelt. Ereignisfeld: Gehe direkt zur Kreuzigung, gehe nicht über Los, ziehe keine zwei Brotkörbe ein.

 

Hitler und Göbbels spielen Risiko

Hitler darf anfangen.

Hitler: Ich geh raus.

Göbbels: Bitte was?

Hitler: Ich hab eine Straße und drei 9er. Ich geh raus.

Göbbels: Mein Führer bitte legen sie die Karten weg, wir haben gesagt wir spielen Risiko.

Hitler legt mürrisch die Rommé-Karten beiseite.

Die beiden Spielpartner setzten abwechselnd ihre Streitmächte auf die Ausgangspositionen, Hitler überwiegend an der Deutsch-Polnischen-Grenze. Hitler führt seinen ersten Zug aus und setzt zwei Einheiten nach Belgien.

Hitler: Mit Belgien ist das wie mit dem Abitur. Für den Endsieg muss man durch.

Göbbels würfelt eine Acht.

Hitler: Sie haben eine Acht. Sie müssen aussetzten.

Göbbels: Aber wir spielen hier doch kein Mau-Mau.

Hitler: Keine Widerrede. Das ist mein Kampf.

Hitler würfelt und möchte vier Einheiten auf die Schweiz setzen.

Göbbels: Mein Führer – Dieser Zug ist leider unzulässig!

Hitler: Warom?

Göbbels: Nun, die Schweiz ist neutral.

Hitler: Ach so, na dann eben mit Umweg über die Heimat.

Er versetzt die Einheiten nach Österreich.

Göbbels rückt nach Frankreich vor, verliert aber in der Normandie die Hälfte seiner Einheiten.

Hitler ist am Zug. Ein junger Soldat betritt den Raum. Durch den Hitlergruß wird das Spielbrett leider zu Boden geworfen und muss neu aufgebaut werden.

Hitler: Irgendwie etwas zu früh für den Wiederaufbau.

Göbbels holt in der Zeit einen guten deutschen Wein aus dem Keller.

Hitler: Göbbels helfen sie mir. Was ist strategisch am sinnvollsten?

Göbbels: Nun mein Führer. An ihrer Stelle würde ich die Grenzen sichern und einen Nichtangriffspackt mit Österreich und Ungarn abschließen.

Hitler: Nö, das ist blöd!

Er setzt alle Einheiten auf Polen.

Göbbels: Aber die Spielregeln mein Führer!

Hitler: Mir egal. Blitzkrieg!

 

Spieletipp für kommende Woche:

Trump und Putin spielen Schiffe versenken

Alexander Buchloh

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